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Das unterwürfige S der Submission

Das S in BDSM steht für die Begriffe Submission sowie Sadismus. Erneut zwei sich gegenüberstehende Termini und eng miteinander verwobene Spielarten, die das Kartenhaus des BDSM erweitern. In diesem Beitrag widmet sich das Team von The Secret Fetishgarden dem ersten großen Teilbereich.


Der Begriff Submission ist ein englischer Begriff; das dazugehörige intransitive Verb submit bedeutet übersetzt: aufgeben, abgeben oder beugen und bezieht sich im Kontext der BDSM-Praktik, auf die Kontrollabgabe, die Hingabe oder auch die Unterwerfung.

Hierbei liegt das Augenmerk auf dem „sich hingeben wollen – für den Eigennutz" und „sich unterwerfen – für die Befriedigung des Partners". Ziel ist es, beiden Parteien gleichermaßen entgegenzukommen.

Submission ist der Oberbegriff für die Hingabe, die Unterwerfung und den freien Willen, die Kontrolle an eine dominante Person abzugeben und somit vollständiges Vertrauen zu zollen.

Submission als Wort selbst stammt von dem lateinischen Wort „sub" ab und bedeutet wörtlich übersetzt „unter“, während Mission ebenfalls vom lateinischen „missio" abgeleitet wird und so viel heißt, wie Auftrag, Berufung, Bestimmung.


Bezieht man diesen Kontext auf den Bereich des BDSM könnte man grob sagen, dass es Spielpartner gibt, die ihre Berufung in der Unterwerfung finden und welche, die es in der Dominanz tun. Die Unterwürfigen, auch Sub's genannt, unterliegen im Machtgefälle der Dominanz/ dem Dom, welche/n das Team von The Secret Fetishgarden bereits im Beitrag „Das große D der Dominanz" detailliert beschrieben hat.

An dieser Stelle wird wiederholt deutlich, wie intensiv alle Begriffe miteinander verwoben sind und wie sehr sie aufeinander aufbauen – das eine kann ohne sein Gegenüber nicht existieren. Demnach ist auch der Ausdruck Disziplin ein enger Gespiele der Submission.

Sich einer anderen Person zu unterwerfen, kann sowohl physisch als auch im Kopf passieren. Sich fügen, Dinge aushalten, Vertrauen und Gehorsamkeit, demonstrieren die Hingabe einer/s Sub gegenüber seinem/ihrem Dom. Erzwungene Masturbation, Blickbeschränkung, Fesselspiele oder Erziehungspraktiken, sind da nur einige wenige Beispiele. Bei der Submission sollte letztlich auch zwischen Unterwerfung und Masochismus unterschieden werden – wie bei allen anderen Kategorien im Bereich des BDSM gilt die oberste Regel von Respekt der festgelegten Grenzen beider Seiten, für eine damit einhergehende Intimität. Jede devote Person hat ihre ganz individuellen Vorlieben und Fantasien, daher bedeutet Unterwürfigkeit nicht gleich Schmerz.


Ein weiterer wichtiger Aspekt, den es zu beachten gilt, sei es für sich selbst oder aber für die überlegene Person, ist, dass Unterwerfung nicht gleichzustellen ist, mit dem sich selbst aufgeben, da dies äußerst gefährlich sein kann. Ein/e Sub sollte stets mit sich selbst im Reinen sein und ein gefestigtes Mindset vorweisen, da andernfalls aus Hingabe schnell Benutzen werden kann.


Letztlich ist der wichtigste Baustein auch in diesem Bereich des BDSM wieder das gegenseitige Vertrauen. Ohne dem kann keine beider Parteien in einem Machtgefälle uneingeschränkte Lust erfahren.


Das erste S in BDSM – Das unterwürfige S der Submission.

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