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  • AutorenbildLola

Weiße Unschuld und dunkles Verlangen - Caramel's Secret Diary 1/2

Auf Deinen Wunsch hin trug ich weiß. Die hellste aller Farben, eine Unbunte, so wie Schwarz und Grau – entstanden durch das Gemisch mehrerer Einzelfarben, das den gleichen Farbeindruck hervorruft, wie Sonnenlicht. Eine Farbe der Unschuld und Reinheit. Ebenso unschuldig war die Wahl des Stoffes, ja beinahe kindlich, schmiegte sich die Baumwolle um meinen wohlgeformten Hintern. Auf Deine Bitte hin, hatte der BH keinen Bügel und um das Ganze abzurunden, sollte ich ein alltägliches, unscheinbares Business Outfit tragen, was letztlich aus einer Chinohose und einer Bluse mit Knopfleiste bestand. Kein außenstehender Betrachter würde nur im Entferntesten darauf kommen, wohin ich mich begeben würde oder aber was ich dort tun würde.

Der Gedanke daran ließ mir einen wohligen Schauer über den Körper laufen und meine Mundwinkel nach oben zucken. Ich begab mich die Stufen zum verabredeten Apartment hoch, stellte mich vor die Tür und klingelte dreimal, wie vorab befohlen. Ich strich mir das nicht frisierte Haar aus meinem ungeschminkten Gesicht und legte eine Strähne hinter mein Ohr. Noch nie wurde ich von einem Herrn in meiner natürlichsten Form zu einem Date gebeten, doch neue Dinge und das Austesten von Grenzen, ließ meine innere Göttin Tango tanzen.


Nach einer kurzen Wartezeit vor der Tür öffnete sich diese. Wortlos gabst Du mir einen schnellen Kuss, bewundertest mit steigender Passion mein gewähltes Outfit und legtest mir im Zuge dessen eine Augenbinde an.

Wohlgemerkt befand ich mich noch immer nicht im Apartment, sondern stand draußen vor dem Eingang.

Es war erregend und aufregend zugleich. Mein Herz begann schneller zu pochen und mein Körper vernahm den Anstieg meines Adrenalin Pegels. Deine Hand griff nach meiner und führte mich hinein ins Haus. Unmittelbar auf den ersten Entzug der Sinne folgte die Manipulation des Nächsten. Zwei Kopfhörer fanden den Weg in meine Ohren, während die Tür hinter mir ins Schloss fiel und lauschten, von dem Moment an, dem zarten Klang von Violinen.

In diesen ersten Augenblicken schien alles ganz schnell zu gehen oder war es doch unendlich langsam? Mein Bewusstsein befand sich zwischen zwei Sphären, was mich in eine Art Rauschzustand versetzte und meine Libido aufheulen ließ. Die Atmosphäre wirkte greifbar, beinahe so als könnte ich sie genau in dieser Sekunde sehen. Schwebende molekulare Teilchen glitten durch Raum und Zeit und sorgten für die extremste aller Erregungen, die ich bis dato empfunden hatte. Automatisch biss ich mir auf die Unterlippe. Paart man Kreativität mit Intelligenz und Charme, löst man ein Verlangen in mir aus, das ich selbst noch nicht kannte.

Deine Lippen fuhren nun langsam über meinen Körper. Sie verwöhnten mich so zart, dass sie kaum spürbar waren und doch eine doppelt so kraftvolle Intensität hatten, als würden sie mir kleine Stromstöße verpassen.

Du berührtest all die erogenen Zonen, die außerhalb meines Intimbereichs lagen, sodass sich eine Gänsehaut über meinen Körper legte, als würde er von einem Tsunami überrollt werden. Wieder von mir abgelassen, begannen Deine Hände damit, mich auszuziehen. Knopf für Knopf öffnete sich die Bluse und präsentierte Dir mich, in gewünschter Wäsche. Nachdem ich auch von der Hose befreit wurde,

brachtest Du mich in eine von Dir gewählte Position.

Ich stand aufrecht. Meine Beine etwas mehr als schulterbreit gespreizt, mit geradem Rücken und herab hängenden Armen zu beiden Seiten. Die Dunkelheit, gepaart mit dem Streichquartett, waren die Jekyll & Hide meiner dunklen Begierde, während die Fasern meiner Haut meine Augen und Ohren waren. Sie vernahm eine Berührung, jedoch nicht von Haut auf Haut, sondern mit etwas Kaltem und Schwerem. Es war Metall, was sich mit Bedacht über meinen Körper bewegte, wie eine Schlange. Es glitt über meine Schultern, schlängelte sich über meinen Rücken hinab Richtung Gesäß und – nichts. Ich spürte es nicht mehr. Für den Bruchteil einer Sekunde wirkte es wie ein Nachhall, so als würdest Du wollen, dass ich es nicht nur bemerkte, sondern wirklich in mich aufsaugte.

Plötzlich packte mich Deine Hand zwischen den Beinen und führte die Kette an meiner Leiste entlang, vorbei an meiner Vulva und doch so nah, dass es einen Schmerz in mir auslöste.

Du führtest die Kette zu beiden Seite der Leiste und zogst sie fest, sodass ich die Erregung in der Luft scharf einsaugen musste und genau in diesem Moment fand die erste Sonate ihren Höhepunkt...


Fortsetzung folgt...

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